Objekt des Monats

aus dem Museum der Sternwarte Kremsmünster

Juli 2009


Barlow'sches Rad
Barlow-Rad
Holz, Kupfer, Eisen, Messing, ohne Quecksilber
Grundplatte: 11,5 x 6 cm, Höhe: 7,5 cm, Durchmesser des Rädchens: 5 cm
Inv. Nr.: Fell. 135, 11112608
Foto: P. Amand Kraml


Barlow'sches Rad

Barlow'sches Rad
Foto: P. Amand Kraml
Der britische Mathematiker und Physiker Peter Barlow (1776-1862) entwickelte 1823 diesen einfachen Elektromotor mit rotierendem Anker. Mit Hilfe von Quecksilber konnten elektrische Kontakte geschaffen werden, die der Bewegung wenig mechanischen Widerstand entgegenstellten. So war der sternförmige Anker aus Kupfer in Quecksilber gelagert und tauchte mit seinen Spitzen in eine Wanne mit dem selben Material. Barlow verwendete ursprünglich für sein Rädchen einen Permanentmagneten. In unserem Modell ist die Wanne durch eine Rinne in der Basisplatte und der Dauermagnet durch einen Elektromagneten ersetzt. Der durch den Anker fließende Strom erzeugt ein Magnetfeld, das durch den Elektromagneten abgelenkt zur Drehbewegung führt.

Dieses Barlow'sche Rädchen ist eines von zweien, die unter P. Gregor Haslberger von Eckling in Wien gekauft wurden. Es kostete im Jahr 1841 4 fl.


Quellen und Literatur:

FELLÖCKER, P. Sigmund, Physikalisches Cabinett, Catalog, [MS] Kremsmünster 1871

PICHLER, Franz, Historische elektrische Apparate und Maschinen. Nachbauten von Franz Mock, Mechanicus aus Krems, Telegraphie, Radio, Fernsehen, Physikalische Geräte, Elektrische Maschinen, in: Schriftenreihe Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik 17, Linz 2009


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(c) P. Amand Kraml 2009-09-27
Letzte Änderung: 2012-02-21